Frau will auch in der Schwangerschaft gepflegte Nägel haben und sich von der besten Seite präsentieren, aber worauf muss hier geachtet werden? Muss man jetzt gänzlich auf den Besuch im Nagelstudio verzichten?

Trotz aller kursierender Gerüchte unter Müttern und Schwangeren, dass Nägel lackieren ein tabu ist, ist es tatsächlich nicht schlimm. Ja, an alle Schwangeren, jetzt ist es offiziell, ihr dürft! Warum? Unsere Nägel bestehen aus Hornhaut, sprich abgestorbenen Zellen, und wenn Frau beim Lackieren vorsichtig ist und wirklich nur das Nagelbett lackiert, wird nichts passieren. Es gibt keine Studie, die Komplikationen in der Schwangerschaft in Verbindung mit Nägel lackieren nachweisen konnte.

Das Gefährliche ist eher den Nagellack wieder zu entfernen, denn hierfür benötigt man früher oder später den Nagellackentferner. Dieses ist ein organisches Lösungsmittel bestehend aus Phenol, Aceton und Trichlorenthylen, was oft den unverkennbaren Nagelstudioduft hervorruft. In größeren Mengen eingeatmet erhöhen die genannten Stoffe das Fehlgeburtrisiko.

Also liebe Schwangere – zu acetonfreiem Nagellackentferner greifen, den Entferner nur bei geöffnetem Fenster und in gut belüfteten Räumen nutzen, Händewaschen nach dem Entfernen des Nagellacks, um Hautkontakt mit der Lösung zu vermeiden!
Solange ein Nagelstudio genanntes erfüllt, kann man auch einen Besuch wagen (am besten telefonisch die Situation klären)! Dabei sind Gel-Nägel die bessere Alternative zu Acryl-Nägeln. Warum? Gel-Nägel bestehen zumeist aus einem ungiftigen Kunststoff, der auch bei Zahnfüllungen Verwendung findet und der hier genutzte Klebstoff wird sogar beispielsweise zum Kleben von Arterien und Platzwunden genutzt, sprich von der medizinischen Seite aus ist der Klebstoff keine Gefahr.

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